In diesem Artikel
Entdecken Sie 10 wissenschaftlich fundierte Alternativen zum Händeschütteln, vom Fist Bump bis zum Augenbrauengruß. Lernen Sie, wie Sie jeden herzlich begrüßen, ohne Hände zu schütteln.
Was sind Alternativen zum Händeschütteln?
Alternativen zum Händeschütteln sind Begrüßungsgesten, die den traditionellen Handschlag ersetzen, auch bekannt als kontaktlose oder kontaktarme Grüße. Diese Alternativen reichen von Faustgrüßen und Ellenbogen-Checks bis hin zu Winken, Nicken und kulturspezifischen Gesten wie der Verbeugung oder der Hand auf dem Herzen. Sie ermöglichen es Ihnen, jemanden herzlich zu begrüßen, ohne vollen Handkontakt zu haben.
Vielleicht erholen Sie sich gerade von einer Erkältung. Vielleicht hat die Person, die auf Sie zukommt, gerade in ihre Handfläche geniest. Vielleicht bevorzugen Sie einfach weniger körperlichen Kontakt. Was auch immer der Grund sein mag: Zu wissen, wie man jemanden ohne Händeschütteln begrüßt, ist eine wertvolle Fähigkeit.
Hier sind 10 Alternativen, die die Herzlichkeit bewahren, aber die Keime draußen lassen.
Warum Händeschütteln wichtig ist (und warum Alternativen es auch sind)
Bevor man den Handschlag ersetzt, hilft es zu verstehen, was ihn überhaupt so wirkungsvoll macht.
Eine in der Fachzeitschrift Journal of Personality and Social Psychology veröffentlichte Studie von Forschern der Harvard Business School und der UC Berkeley ergab, dass Verhandlungsführer, die sich vor einem Geschäftsabschluss die Hand gaben, bessere Ergebnisse für beide Seiten erzielten. Sie tauschten Informationen offener aus, logen weniger und machten mehr Zugeständnisse. Nur etwa 30 % der Paare gaben sich spontan die Hand, aber diejenigen, die es taten, schnitten deutlich besser ab.
Körperliche Berührung während eines Händeschüttelns löst die Ausschüttung von Oxytocin aus, was die soziale Bindung fördert und Stress reduziert.1 Deshalb fühlt sich ein guter Handschlag wie eine sofortige Verbindung an.
Die Herausforderung: Sie benötigen dasselbe Gefühl der Verbundenheit, auch wenn ein Händeschütteln gerade nicht angebracht ist. Die besten Alternativen unten replizieren diese Wärme durch Blickkontakt, offene Körpersprache und aufrichtige Anerkennung.
Die besten Alternativen zum Händeschütteln replizieren Herzlichkeit durch Blickkontakt, offene Körpersprache und aufrichtige Anerkennung.
10 Alternativen zum Händeschütteln, die tatsächlich funktionieren
#1. Der Faustgruß (Fist Bump)
Vergessen Sie die Vorstellung, dass Faustgrüße unprofessionell sind. Sie sind die wissenschaftlich am besten validierte hygienische Begrüßung, die es gibt.
Eine Studie der Aberystwyth University aus dem Jahr 2014, veröffentlicht im American Journal of Infection Control, ergab, dass Faustgrüße etwa 90 % weniger Bakterien übertragen als Händeschütteln.2 Der Grund ist einfach: weniger Hautkontakt und kürzere Dauer. Ein festerer Händedruck überträgt tatsächlich mehr Bakterien, während ein Faustgruß schnell und minimal ist.
So geht’s:
- Machen Sie eine entspannte Faust (nicht fest geballt), während Sie noch etwa 1 bis 1,5 Meter entfernt sind, damit die andere Person Ihre Absicht erkennen kann.
- Strecken Sie Ihre Faust etwa auf Hüfthöhe aus.
- Geben Sie ein leichtes, kurzes Antippen – höchstens eine Sekunde lang.
- Kombinieren Sie es mit einem Lächeln und Blickkontakt.
Bestens geeignet für: Kollegen, lockere berufliche Umgebungen, jeden, den Sie schon einmal getroffen haben. Barack Obama nutzte den Faustgruß bekanntermaßen bei jedem, vom Hausmeister bis zum ausländischen Staatschef, und half so, ihn im professionellen Kontext zu normalisieren.
Praxis-Tipp: Wenn Ihnen das nächste Mal ein Kollege die Hand entgegenstreckt, versuchen Sie es stattdessen mit einer Faust. Sagen Sie etwas wie: „Ich bin ein Faustgruß-Typ – das hält uns beide gesund!“ Die meisten Menschen lachen und machen sofort mit.
#2. Das Kopfnicken
Das Nicken ist das am meisten unterschätzte Begrüßungswerkzeug in Ihrem Repertoire. Es funktioniert auf jede Distanz, erfordert null körperlichen Kontakt und sendet eine klare Botschaft: Ich sehe dich.
Der Schlüssel liegt im Timing. Wenn jemand auf Sie zukommt und noch mindestens einen Meter entfernt ist, nicken Sie ihm bewusst zu, bevor er die Hand ausstrecken kann. Dies zeigt, dass Sie ihn bereits wahrgenommen haben, was ein Händeschütteln überflüssig erscheinen lässt.
Die Richtung spielt eine größere Rolle, als Sie denken:
- Nicken nach unten = Respekt und Formalität. Sie entblößen kurz die Oberseite Ihres Kopfes, was Nicht-Aggression signalisiert. Verwenden Sie dies bei Vorgesetzten, Kunden und Personen, die Sie zum ersten Mal treffen.
- Nicken nach oben = Vertrautheit und Vertrauen. Sie entblößen Ihre Kehle, einen verletzlichen Bereich, was Komfort signalisiert. Reservieren Sie dies für Personen, die Sie bereits kennen.
Profi-Tipp: Forschungen zur nonverbalen Kommunikation zeigen, dass Nicken, während jemand spricht, die Menge an Informationen, die er teilt, um das Drei- bis Vierfache erhöhen kann. Es wirkt wie ein „grünes Licht“, um weiterzusprechen. Das Nicken ist also nicht nur eine Begrüßung – es ist ein Gesprächsbeschleuniger.
#3. Lächeln und Winken
Gesten mit offener Handfläche greifen auf etwas Uraltes zurück. Das Zeigen leerer Handflächen signalisiert: „Ich habe keine Waffen“ und „Ich führe nichts Böses im Schilde“. Der Körpersprache-Forscher Desmond Morris brachte Handflächen-nach-oben-Signale mit der Wahrnehmung von Ehrlichkeit und Vertrauenswürdigkeit in Verbindung. Das Publikum bewertet Nutzer offener Handflächen konsistent als nahbarer und glaubwürdiger.
Ein großes, aufrichtiges Lächeln gepaart mit einem Winken ist eine der herzlichsten Begrüßungen, die Sie geben können – ganz ohne Kontakt.
So geht’s:
- Stellen Sie zuerst Blickkontakt her.
- Lächeln Sie aufrichtig (ein echtes Lächeln aktiviert die Muskeln um Ihre Augen, nicht nur den Mund).
- Heben Sie eine Hand etwa auf Schulterhöhe mit entspannten und offenen Fingern.
- Winken Sie 2 bis 3 Mal leicht – nicht hektisch, keine einzelne steife Bewegung.
- Fügen Sie ein leichtes Anheben der Augenbrauen für zusätzliche Herzlichkeit hinzu (dazu gleich mehr).
Bestens geeignet für: Gruppensituationen, virtuelle Meetings, Ankunft auf einer Party, Begrüßung von jemandem am anderen Ende des Raumes.
Das Zeigen leerer Handflächen signalisiert ‘Ich habe keine Waffen’ – Gesten mit offener Handfläche werden kulturübergreifend als ehrlicher und vertrauenswürdiger eingestuft.
#4. Der Augenbrauengruß (Eyebrow Flash)
Dies ist einer der faszinierendsten Befunde der Verhaltensforschung – und fast niemand spricht darüber.
Der deutsche Ethologe Irenäus Eibl-Eibesfeldt verbrachte Jahrzehnte damit, spontane Interaktionen in Dutzenden von Kulturen mit einer versteckten Spiegelobjektiv-Kamera zu filmen. Er dokumentierte den Augenbrauengruß – ein schnelles Anheben und Senken beider Augenbrauen, das etwa eine Fünftelsekunde dauert – in jeder einzelnen Kultur, die er untersuchte: Europäer, Balinesen, Samoaner, Papua-Stämme, südamerikanische indigene Gruppen und mehr. Sogar taubblind geborene Kinder führen ihn aus, wenn sie erkennen, dass sich eine vertraute Person nähert, was darauf hindeutet, dass er biologisch fest verdrahtet und nicht erlernt ist.
Der Gruß weitet Ihre Augen, wodurch das Weiße sichtbarer wird, was der anderen Person hilft, sofort zu bestätigen, dass Sie sie ansehen. Er ist besonders effektiv auf eine Distanz von 6 bis 10 Metern, wo ein Lächeln schwer zu erkennen sein könnte.
So geht’s:
- Suchen Sie den Blickkontakt mit der Person, die Sie begrüßen möchten.
- Heben Sie schnell beide Augenbrauen an (es sollte sich natürlich anfühlen, nicht übertrieben).
- Lassen Sie sie sofort wieder sinken – das Ganze dauert weniger als eine Sekunde.
- Kombinieren Sie es mit einem Lächeln oder Nicken für maximale Herzlichkeit.
Kultureller Hinweis: In Japan kann ein Augenbrauengruß in formellen Situationen als unangemessen angesehen werden. Bleiben Sie dort bei einer Verbeugung oder einem Nicken.
Bestens geeignet für: Anerkennung aus der Ferne, Kombination mit jeder anderen Begrüßung auf dieser Liste und um jemanden das Gefühl zu geben, sofort erkannt zu werden.
#5. Der Ellenbogengruß (Elbow Bump)
Der Ellenbogengruß hat eine längere Geschichte, als die meisten denken. Profiköche nutzen ihn seit Jahrzehnten – sie nennen ihn den „Handschlag des Kochs“ –, weil ihre Hände ständig mit Mehl, Öl oder rohen Zutaten bedeckt sind. Der Begriff „Elbow Bump“ wurde erstmals 1981 dokumentiert, und die WHO förderte ihn während der Vogelgrippe-Angst 2006.
Im Jahr 2020 wurde er weltweit bekannt, als der US-Generalchirurg Jerome Adams ihn bei einer Pressekonferenz demonstrierte und sagte: „Wir sollten das Händeschütteln wahrscheinlich für eine Weile überdenken.“
Die Ironie: Die WHO änderte später ihren Kurs und stellte fest, dass den Menschen gesagt wurde, sie sollten in ihre Ellenbogen husten, während sie diese gleichzeitig als Begrüßung aneinanderstießen. Sie empfahlen daraufhin vollständig kontaktlose Alternativen wie die Hand-auf-dem-Herzen-Geste.
So geht’s:
- Beugen Sie Ihren Arm in einem 90-Grad-Winkel.
- Tippen Sie vorsichtig mit der Außenseite Ihres Ellenbogens gegen den Ellenbogen der anderen Person.
- Halten Sie es leicht – es ist ein Tippen, keine Kollision.
- Lächeln Sie dabei (die leichte Unbeholfenheit gehört zum Charme).
Bestens geeignet für: Halbformelle Situationen, in denen Sie eine gewisse körperliche Verbindung wünschen. Funktioniert gut, wenn jemand eine Hand ausstreckt und Sie schnell umschwenken müssen.
#6. Der Fußgruß (Foot Tap)
Der Fußgruß – manchmal auch „Wuhan Shake“ genannt – ging im Februar 2020 viral, als Videos aus Wuhan, China, zeigten, wie Menschen als spielerische, berührungslose Begrüßung die Füße aneinanderstießen. Er verbreitete sich innerhalb weniger Wochen weltweit. Tansanias Präsident John Magufuli wurde dabei fotografiert, wie er ihn mit einem Oppositionsführer vollzog, und OPEC-Vertreter übernahmen ihn bei einem Treffen in Wien.
Er ist weitgehend aus dem Alltag verschwunden, bleibt aber eine lustige Option, wenn man das Eis mit Humor brechen möchte.
So geht’s:
- Strecken Sie einen Fuß nach vorne (behalten Sie das Gleichgewicht!).
- Tippen Sie leicht mit der Seite Ihres Fußes gegen den Fuß der anderen Person.
- Sagen Sie etwas wie: „Lass uns die Keime überspringen – Fußgruß?“, um den anderen darauf einzustimmen.
Bestens geeignet für: Unbeschwerte Momente mit Freunden oder Kollegen, die Humor schätzen. Nicht empfohlen für formelle berufliche Umgebungen oder Erstbegegnungen.
#7. Die Verbeugung
Verbeugen kommuniziert Respekt ohne jeglichen körperlichen Kontakt. In Japan gibt es drei verschiedene Stufen:
- Eshaku (15°) – informell, für flüchtige Grüße.
- Keirei (30°) – Standard-Geschäftsverbeugung.
- Saikeirei (45°+) – tiefer Respekt oder formelle Entschuldigung.
Im westlichen Kontext müssen Sie diese präzisen Winkel nicht einhalten. Ein leichtes Neigen von Kopf und Schultern – mehr als ein Nicken, aber weniger als eine volle Verbeugung – vermittelt Herzlichkeit und Respekt ohne die Formalität einer japanischen Verbeugung.
So geht’s:
- Stellen Sie zuerst kurz Blickkontakt her.
- Neigen Sie Ihren Kopf und Oberkörper leicht nach vorne (etwa 15 Grad für lockere Situationen).
- Halten Sie den Rücken gerade, die Arme entspannt an den Seiten.
- Richten Sie sich nach etwa einer Sekunde wieder auf.
Bestens geeignet für: Internationales Geschäft, formelle Anlässe, Treffen mit Älteren oder jede Situation, in der Sie besonderen Respekt zeigen möchten.
#8. Die Hand auf dem Herzen
Die rechte Hand über das Herz zu legen, während man jemanden begrüßt, ist in nahöstlichen Kulturen üblich, wo es Aufrichtigkeit, Respekt und Wohlwollen signalisiert. Es ist besonders nützlich in Kontexten, in denen körperliche Berührung zwischen den Geschlechtern möglicherweise nicht angemessen ist.
Die WHO empfahl diese Geste im Jahr 2020 als ihre bevorzugte Alternative zum Händeschütteln und nannte sie „sehr empfehlenswert“ in traditionell herzlichen Kulturen.
Warum es universell funktioniert: Die Geste lenkt die Aufmerksamkeit auf den Herzbereich, was emotionale Offenheit suggeriert. Es fühlt sich instinktiv warm an, weil es so aussieht, als ob Sie die Begrüßung ernst meinen.
So geht’s:
- Legen Sie Ihre rechte Hand flach über Ihr Herz.
- Halten Sie Blickkontakt und lächeln Sie.
- Nicken Sie leicht mit dem Kopf.
- Sie können eine verbale Begrüßung hinzufügen: „Schön, Sie zu sehen“ oder „Es ist mir ein Vergnügen“.
Bestens geeignet für: Interkulturelle Begegnungen, formelle Situationen und wenn Sie Aufrichtigkeit ohne Berührung vermitteln möchten.
#9. Namaste
Abgeleitet aus dem Sanskrit, bedeutet „Namaste“ übersetzt „Ich verbeuge mich vor dir“. Die Geste beinhaltet das Zusammenpressen der Handflächen auf Brusthöhe und eine leichte Verbeugung.
Ein Hinweis zur kulturellen Sensibilität: Namaste hat in hinduistischen und südasiatischen Traditionen eine spirituelle Bedeutung. Die westliche Yoga-Studio-Interpretation („das Licht in mir erkennt das Licht in dir“) ist eine moderne Neuinterpretation. Wenn Sie diesen Gruß verwenden, tun Sie dies mit echtem Respekt vor seinen Ursprüngen – nicht als trendige Alternative oder als Pointe.
Bestens geeignet für: Yoga-Umgebungen, Interaktionen mit südasiatischen Kollegen oder Kunden, wo es kontextuell angemessen ist, oder Situationen, in denen beide Parteien die Geste verstehen und respektieren.
#10. Die Luftumarmung (Air Hug)
Manchmal sehen Sie einen Freund mit offenen Armen auf sich zukommen – und möchten lieber Abstand halten. Die Luftumarmung lässt Sie seine Energie erwidern, ohne den Kontakt zu suchen.
So geht’s:
- Öffnen Sie Ihre Arme weit, als würden Sie zu einer Umarmung ansetzen.
- Halten Sie etwa auf Armlänge Abstand.
- Deuten Sie die Umarmung mit einem breiten Lächeln an.
- Sagen Sie fröhlich: „Luftumarmung!“ – die Verspieltheit lässt es eher herzlich als abweisend wirken.
Es ist ein bisschen albern, aber genau das ist der Punkt. Das gemeinsame Lachen schafft Verbindung, auch ohne körperlichen Kontakt.
Bestens geeignet für: Freunde, Familie und Menschen, die Sie wirklich gerne sehen, aber aus der Ferne begrüßen möchten.
Wie man einen Handschlag höflich ablehnt
Das Wichtigste: Zeigen Sie Ihre Absicht, bevor jemand seine Hand ausstreckt. Sobald eine Hand in der Luft hängt, hat die Unbeholfenheit bereits begonnen.
Die Präventiv-Methode:
- Lächeln Sie und suchen Sie Blickkontakt, während die Person noch auf Sie zukommt – positive nonverbale Signale signalisieren Freundlichkeit, noch bevor Sie sprechen.
- Beginnen Sie mit einer herzlichen verbalen Begrüßung: „Es ist toll, Sie kennenzulernen!“ oder „Hallo! Ich habe mich schon darauf gefreut.“
- Bieten Sie sofort Ihre alternative Geste an – ein Winken, die Hand auf dem Herzen oder einen Faustgruß. Dies füllt die soziale Lücke, sodass sich die andere Person nicht zurückgewiesen fühlt.
Wenn jemand bereits die Hand ausgestreckt hat:
- Reagieren Sie mit Herzlichkeit: „Das weiß ich zu schätzen! Ich erhole mich gerade von einer Erkältung, also erspare ich Ihnen die Keime.“ Bieten Sie dann einen Faustgruß oder ein Winken an.
- Oder halten Sie es einfach: „Ich bin ein Faustgruß-Typ – das hält uns beide gesund!“ (mit einem echten Lächeln gesagt).
Sätze, die funktionieren:
- „Lass uns die keimfreie Variante machen!“ (Faustgruß oder Winken anbieten).
- „Ich kämpfe gerade gegen eine Erkältung an – Ellenbogengruß?“ (nennt einen Grund und eine Alternative).
- „Schön, Sie kennenzulernen!“ (kombiniert mit der Hand-auf-dem-Herzen-Geste – keine Erklärung nötig).
Solange Sie der anderen Person das Gefühl geben, wahrgenommen zu werden, können Sie das Händeschütteln überspringen, ohne dass sich jemand vor den Kopf gestoßen fühlt.
Sobald eine Hand in der Luft hängt, hat die Unbeholfenheit bereits begonnen – zeigen Sie Ihre Absicht, bevor jemand die Hand ausstreckt.
Praxis-Tipp: Wählen Sie eine Alternative aus dieser Liste aus und üben Sie sie bei Ihrem nächsten Meeting oder sozialen Event. Je natürlicher Sie sie anbieten, desto weniger wird jemandem auffallen, dass das Händeschütteln ausgeblieben ist.
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Ist Händeschütteln noch aktuell?
Ja – aber die Regeln haben sich gelockert. Das Händeschütteln ist in beruflichen Umgebungen weitgehend zurückgekehrt, aber das Wohlbefinden variiert stärker als früher.
Eine Preply-Umfrage aus dem Jahr 2024 ergab, dass zwar etwa 60 % der Amerikaner beim Treffen von Fremden immer noch einen Handschlag bevorzugen, die bevorzugte Begrüßung der Gen Z jedoch ein Lächeln ist, kein Handschlag. Fast 30 % der Gen Z sagen, dass sich körperlicher Kontakt bei Begrüßungen unangenehm anfühlt.
Ein Harris Poll aus dem Jahr 2025 ergab, dass 65 % der Gen Z nach der Pandemie soziale Fähigkeiten neu erlernen mussten – viele traten in das Berufsleben ein, ohne jemals einem Chef die Hand geschüttelt oder ein Networking-Event navigiert zu haben.
Die neue Norm: Lesen Sie die Situation und folgen Sie dem Beispiel der anderen Person. Wenn sie die Hand ausstreckt, schütteln Sie sie. Wenn sie winkt, winken Sie zurück. Wenn sie eine Faust anbietet, geben Sie den Faustgruß. Das Ziel ist es, die Energie des Gegenübers zu spiegeln, nicht ein einzelnes Ritual zu erzwingen.
Was symbolisiert ein Händeschütteln?
Der Handschlag ist eine der ältesten Gesten der Menschheit. Die am weitesten verbreitete Theorie besagt, dass das Ausstrecken der rechten Hand zeigte, dass man unbewaffnet war. Die Auf-und-Ab-Bewegung könnte dazu gedient haben, im Ärmel versteckte Waffen abzuschütteln.
Die früheste bekannte Darstellung stammt von einem assyrischen Relief aus dem 9. Jahrhundert v. Chr., das König Salmanassar III. zeigt, wie er ein Bündnis mit einem babylonischen Herrscher besiegelt. Im antiken Griechenland wurde die Geste Dexiosis („Reichen der rechten Hand“) genannt und symbolisierte Vertrauen zwischen Gleichgestellten.
Im 17. Jahrhundert machten Quäker den Handschlag als egalitäre Alternative zu Verbeugungen und Knicks populär – sie behandelten jeden als gleichwertig, unabhängig vom sozialen Status. Heute signalisiert er Professionalität, Respekt, Einigkeit („einen Deal besiegeln“) und Sportsgeist.
Ein Hinweis zu kulturellen Begrüßungen
Einige Gesten, die universell erscheinen, haben in verschiedenen Kulturen sehr unterschiedliche Bedeutungen:
- Daumen hoch: Bedeutet in den USA und Nordeuropa „super“, ist aber in Teilen des Nahen Ostens (Irak, Iran, Afghanistan) und Griechenlands eine schwere Beleidigung. Vermeiden Sie ihn in internationalen oder multikulturellen Umgebungen, es sei denn, Sie sind sich des Kontexts sicher.
- Der Augenbrauengruß: Universell in fast jeder untersuchten Kultur – außer in Japan, wo er in formellen Situationen als unangemessen angesehen werden kann.
- Die Verbeugung: Im Westen eher beiläufig, aber in Japan tragen Winkel und Dauer eine spezifische soziale Bedeutung. Eine zu tiefe Verbeugung gegenüber einem jüngeren Kollegen kann Verwirrung stiften.
- Namaste: Hat in hinduistischen Traditionen eine spirituelle Bedeutung. Verwenden Sie es mit echtem Respekt, nicht als lockeren Trend.
Wenn Sie jemanden mit einem anderen kulturellen Hintergrund begrüßen, ist der sicherste Standard ein herzliches Lächeln, Blickkontakt und eine verbale Begrüßung. Folgen Sie dann seinem Beispiel.
Fazit zu Alternativen zum Händeschütteln
- Nutzen Sie den Faustgruß, wenn Sie eine hygienische Begrüßung wünschen, die dennoch Kontakt beinhaltet – die Forschung zeigt, dass er etwa 90 % weniger Bakterien überträgt als ein Handschlag.
- Verwenden Sie das Kopfnicken, um jemanden wahrzunehmen, bevor er die Hand ausstrecken kann – ein Nicken nach unten für Formalität, nach oben für Vertrautheit.
- Versuchen Sie den Augenbrauengruß von der anderen Seite des Raumes – es ist ein universelles, fest verdrahtetes Erkennungssignal, das auch auf Distanzen funktioniert, auf denen ein Lächeln schwer zu sehen sein könnte.
- Kommen Sie dem Handschlag zuvor, indem Sie eine herzliche verbale Begrüßung und eine alternative Geste anbieten, bevor die andere Person die Hand ausstreckt.
- Passen Sie sich der Energie der anderen Person an – die neue Norm ist Flexibilität, nicht eine einzige Standardbegrüßung.
- Im Zweifelsfall international: Setzen Sie auf ein Lächeln, Blickkontakt und eine verbale Begrüßung und folgen Sie dann dem Beispiel der anderen Person.
Bereit, Ihre Begrüßungsfähigkeiten weiter zu verbessern? Schauen Sie sich den vollständigen Leitfaden zum Lesen von Körpersprache an, um weitere wissenschaftlich fundierte Strategien für nonverbale Kommunikation zu erhalten.
Die neue Norm ist keine einzelne Standardbegrüßung – es geht darum, die Energie der anderen Person mit Herzlichkeit und Flexibilität zu spiegeln.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet das Handschlag-Emoji beim Texten?
Das Handschlag-Emoji steht für Einigkeit, Partnerschaft oder gegenseitigen Respekt. Häufige Verwendungen sind das Bestätigen von Plänen, das Zeigen von Solidarität, das Anerkennen des Arguments von jemandem oder das Signalisieren von „kein böses Blut“ nach einer Meinungsverschiedenheit. Auf Plattformen wie Slack oder LinkedIn fungiert es als höfliches „Schön, Sie kennenzulernen“ oder „Wir haben eine Vereinbarung“.
Was ist die 6-Handschlag-Regel?
Die „Sechs-Handschlag-Regel“ (oder „Six Degrees of Separation“) ist die Vorstellung, dass zwei beliebige Menschen auf der Erde über eine Kette von etwa sechs Personen miteinander verbunden sind. Sie stammt aus dem „Small World Experiment“ des Psychologen Stanley Milgram von 1967. Moderne Daten deuten darauf hin, dass die Zahl sogar noch kleiner ist – eine Facebook-Studie ergab, dass der Durchschnitt näher bei 3,5 Verbindungsstufen liegt.
Was, wenn man keine Hände schütteln möchte?
Lächeln Sie, suchen Sie Blickkontakt und bieten Sie eine herzliche verbale Begrüßung kombiniert mit einer alternativen Geste an (Winken, Nicken, Faustgruß oder Hand auf dem Herzen). Wenn Sie einen Grund brauchen, halten Sie es locker: „Ich erhole mich gerade von einer Erkältung – Faustgruß stattdessen?“ Der Schlüssel ist, die andere Person herzlich wahrzunehmen, damit sie sich nicht zurückgewiesen fühlt.
Schüttelt die Gen Z Hände?
Die Gen Z bevorzugt tendenziell Begrüßungen mit weniger Körperkontakt. Eine Preply-Umfrage aus dem Jahr 2024 ergab, dass die bevorzugte Begrüßung der Gen Z ein Lächeln ist und fast 30 % sagen, dass sich körperlicher Kontakt bei Begrüßungen unangenehm anfühlt. Ein Harris Poll aus dem Jahr 2025 ergab, dass 65 % der Gen Z nach der Pandemie soziale Fähigkeiten neu erlernen mussten. Dennoch passen sich viele Gen-Z-Fachkräfte an Arbeitsplatznormen an, die Handschläge beinhalten – die Präferenz verschiebt sich, verschwindet aber nicht.
Ist Händeschütteln altmodisch?
Nicht altmodisch, aber nicht mehr die einzige Option. Handschläge bleiben in beruflichen Umgebungen üblich, aber Alternativen wie Faustgrüße, Winken und verbale Begrüßungen werden zunehmend akzeptiert. Der moderne Ansatz besteht darin, die Situation zu lesen und sich dem Begrüßungsstil der anderen Person anzupassen, anstatt jedes Mal standardmäßig die Hand zu schütteln.
Footnotes (2)
-
Die Psychologie und Neurowissenschaft hinter dem Händeschütteln ↩
-
Faustgrüße übertragen deutlich weniger Bakterien als Händeschütteln – Mela & Whitworth, American Journal of Infection Control, 2014 ↩