Zum Hauptinhalt springen

Woran Sie erkennen, ob Ihr Interviewer lügt

Science of People 12 min
Dieser Artikel ist auch verfügbar auf:

Sind Sie schon einmal aus einem Vorstellungsgespräch gegangen und hatten das Gefühl, dass etwas nicht ganz stimmte? Selbst wenn Sie alles richtig gemacht und sich von Ihrer besten Seite gezeigt haben, ...

Sind Sie schon einmal aus einem Vorstellungsgespräch gekommen und hatten das Gefühl, dass irgendetwas nicht ganz… stimmte?

Auch wenn Sie alles richtig gemacht und sich von Ihrer besten Seite gezeigt haben, sieht die bittere Realität so aus, dass Interviewer nicht immer in Ihrem besten Interesse handeln oder Ihnen die ganze Wahrheit darüber sagen, wie es ist, für ein Unternehmen zu arbeiten.

Aber keine Sorge, wir halten Ihnen den Rücken frei! Lassen Sie uns einige gängige Flunkereien in Vorstellungsgesprächen unter die Lupe nehmen und Sie mit dem nötigen Werkzeug ausstatten, um sie zu erkennen.

Besonderer Hinweis: Es ist wichtig anzumerken, dass es keine 100 % sicheren Methoden gibt, um zu wissen, ob jemand lügt. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf „Warnsignale“ (Red Flags), die darauf hindeuten, dass etwas faul ist und Sie genauer nachhaken sollten.

Warum Interviewer lügen (laut Studien!)

In der Berufswelt erreicht das Biegen der Wahrheit durch Personalverantwortliche eine ganz neue Ebene der Komplexität. Was steckt also dahinter?

  1. Druck, Stellen zu besetzen: Laut einer Studie geben 43 % der Manager an, unter Druck zu stehen, Stellen schnell zu besetzen. Dieser Druck kann zu – sagen wir mal – kreativen Interpretationen der Wahrheit führen, um Ihnen einen Job schmackhaft zu machen. Zum Beispiel könnte „wir haben ein wettbewerbsfähiges Gehaltspaket“ in Wirklichkeit etwas bedeuten wie „wir zahlen knapp über dem Mindestlohn, haben aber einen Kickertisch im Pausenraum“.
  1. Das Image des Unternehmens schützen: Personalverantwortliche beschönigen möglicherweise Aspekte des Jobs, um das Unternehmen attraktiver erscheinen zu lassen (betrachten Sie es als das unternehmerische Äquivalent zu einem schmeichelhaften Filter auf einem Selfie). Vielleicht als Folge davon ergab eine Gallup-Umfrage, dass nur 23 % der US-Angestellten der Führung oder Transparenz ihrer Organisation vertrauen!
  2. Schwierige Gespräche vermeiden: Die meisten Menschen hassen es, schlechte Nachrichten zu überbringen. Tatsächlich hat die Forschung herausgefunden, dass Menschen viel eher lügen, wenn sie glauben, dass sie dadurch die Gefühle von jemandem schonen können. Wenn Sie jemals einem Freund sagen mussten, dass sein neuer Haarschnitt toll aussieht, obwohl er eigentlich so aussah, als hätte er einen Kampf gegen einen Rasenmäher verloren, können Sie vielleicht nachempfinden, warum ein Personalverantwortlicher bei Ihrer Bewertung um die Wahrheit herumschleicht.
  3. Die ‚Fake It Till You Make It‘-Kultur: Es wäre nicht fair, über Personalverantwortliche herzuziehen, ohne vorher selbst einen Blick in den Spiegel zu werfen. Laut Untersuchungen lügen sage und schreibe 81 % der Bewerber während Vorstellungsgesprächen, und noch mehr machen irreführende Angaben in ihrem Lebenslauf. Daher fühlen sich manche Personalverantwortliche unter Druck gesetzt, die Ausschmückungen der Kandidaten mit eigenen zu kontern. Es ist ein professionelles Spiel von „Zwei Wahrheiten und eine Lüge“, nur dass jeder mit einem Kartendeck voller Joker spielt.

Nun, da wir wissen, warum sie flunkern könnten, lassen Sie uns lernen, wie man diese kleinen Notlügen erkennt!

7 Anzeichen dafür, dass ein Interviewer Sie anlügt (und wie Sie es erkennen!)

Die E-Mail-Ausflucht

Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie eine E-Mail senden und eine Antwort erhalten, die Ihre Frage nicht wirklich beantwortet? Ja, das ist ein Warnsignal. Wenn Sie nach der Gehaltsspanne fragen und eine Antwort über das „wettbewerbsfähige Leistungspaket“ erhalten, sollten Ihre inneren Alarmglocken schrillen.

Wie man es erkennt: Behalten Sie Ihre spezifischen Fragen und die erhaltenen Antworten im Auge. Wenn sich ein Muster indirekter Antworten abzeichnet, ist es vielleicht an der Zeit, den Detektivhut aufzusetzen. Erstellen Sie bei Bedarf eine kleine Tabelle – betrachten Sie sie als Ihr persönliches „Lügen-Radar“.

Ihre FrageWarnsignal-AntwortDirekte Antwort (Was Sie erhalten sollten)
„Wie hoch ist die Gehaltsspanne für diese Position?“„Wir bieten ein wettbewerbsfähiges Vergütungspaket mit exzellenten Zusatzleistungen.“„Die Gehaltsspanne liegt je nach Erfahrung zwischen 65.000 $ und 85.000 $.“
„Ist diese Rolle remote oder im Büro?“„Wir haben eine flexible Arbeitskultur, die sich an moderne Bedürfnisse anpasst.“„Dies ist eine hybride Rolle mit 2 Tagen im Büro und 3 Tagen remote.“
„Wann müsste jemand anfangen?“„Wir sind bestrebt, mit dem richtigen Kandidaten schnell voranzukommen.“„Das Startdatum wäre der 1. März, mit einer gewissen Flexibilität.“
„Wie groß ist das Team, mit dem ich zusammenarbeiten würde?“„Sie werden Teil unserer dynamischen Organisationsstruktur.“„Sie werden mit einem Team von 6 Personen zusammenarbeiten: 4 Entwickler und 2 Designer.“
„Was sind die typischen Arbeitszeiten?“„Wir glauben an Work-Life-Balance und Flexibilität.“„Die Kernarbeitszeiten sind 9:00 bis 16:00 Uhr EST, mit Flexibilität bei den Start- und Endzeiten.“
People School 10,000+ students

After People School, Debbie got a $100K raise. Bella landed a role created just for her.

The science-backed training that turns people skills into career results. 12 modules. Live coaching. A community of high-performers.

Die Telefon-Heuchelei

Telefoninterviews können ein Nährboden für kleine Lügen sein. Ohne persönliche Interaktion fällt es Personalverantwortlichen leichter, Details zu beschönigen oder Möglichkeiten zu übertreiben.

Wie man es erkennt: Achten Sie auf verbale Hinweise wie lange Pausen, Tonfalländerungen oder plötzliche Themenwechsel, wenn Sie nach Details wie Aufgabenbereichen oder Entwicklungsmöglichkeiten fragen. Wenn das „Ähm“ und „Ah“ überhandnimmt, sollte Ihr Spinnensinn kribbeln (bedenken Sie jedoch, dass manche Menschen Telefonangst haben – sogar Personalverantwortliche!).

Bonus-Tipp: Nehmen Sie das Gespräch auf (natürlich mit Erlaubnis) oder machen Sie sich detaillierte Notizen. Auf diese Weise können Sie das Gespräch später noch einmal Revue passieren lassen und Unstimmigkeiten entdecken, die Sie im Moment vielleicht übersehen haben.

Widersprüche im persönlichen Gespräch

Persönliche Vorstellungsgespräche geben Ihnen die Chance, nonverbale Hinweise aufzuschnappen, also nutzen Sie das aus. Zappelt Ihr Interviewer mehr herum als ein Kind, das dringend mal muss, wenn es um die Unternehmenskultur geht? Zeit, aufmerksam zu sein!

Wie man es erkennt: Achten Sie auf eine Körpersprache, die nicht zu den Worten passt. Wenn sie davon sprechen, wie toll das Team ist, während sie die Arme verschränken und Augenkontakt vermeiden, könnte etwas faul sein.

Körpersprache 101: Achten Sie auf Verhaltenscluster. Ein verschränkter Arm bedeutet nicht viel, aber in Kombination mit Weglehnen, Vermeiden von Augenkontakt und einem gezwungenen Lächeln könnte dies auf Unbehagen mit dem besprochenen Thema hindeuten. Wollen Sie mehr über Körpersprache erfahren? Schauen Sie sich unseren Artikel an: 23 wesentliche Beispiele für Körpersprache und ihre Bedeutung

Die vage Vakanz

„Wir sind immer auf der Suche nach großen Talenten!“ Klingt vielversprechend, oder? Aber wenn sie Ihnen keine Einzelheiten zur Rolle oder zum Zeitplan für die Einstellung nennen können, haben Sie es möglicherweise mit einer Phantom-Stellenanzeige zu tun.

Wie man es erkennt: Fragen Sie nach konkreten Details zur Position, zur Teamstruktur und zu den nächsten Schritten. Wenn sie vage bleiben, fischen sie vielleicht nur nach Kandidaten, ohne einen echten Job anzubieten. Es ist das Äquivalent zum Schaufensterbummel auf dem Arbeitsmarkt – sieht nett aus, aber man kann es nicht mit nach Hause nehmen. Fragen-Arsenal: Kommen Sie vorbereitet mit spezifischen Fragen zu den täglichen Aufgaben, der Teamgröße und unmittelbaren Projekten. Wenn sie diese nicht beantworten können, ist es an der Zeit, skeptisch zu werden.

Das Gehalts-Eiertanzen

Ah, die gefürchtete Gehaltsdiskussion. Wenn Ihr Interviewer um Zahlen herumtanzt und keine klare Antwort gibt, passen Sie auf.

Wie man es erkennt: Seien Sie frühzeitig direkt in Bezug auf Ihre Gehaltsvorstellungen. Wenn sie es konsequent vermeiden, eine Spanne zu nennen, oder auf eine „wettbewerbsfähige Vergütung“ verweisen, verstecken sie vielleicht etwas.

Strategie für das Gehaltsgespräch: Recherchieren Sie im Vorfeld. Nutzen Sie Seiten wie Glassdoor1, um ein Gefühl für die Gehaltsspanne der Position zu bekommen. Wenn Sie das Thema dann ansprechen, können Sie etwas sagen wie: „Basierend auf meiner Recherche liegt der Marktpreis für diese Position zwischen X und Y. Entspricht das Ihrem Budget?“

Die Kultur-Farce

„Wir sind hier wie eine Familie!“ Aha. „Unternehmenskultur“ ist heutzutage ein beliebtes Modewort, also wundern Sie sich nicht, wenn Unternehmen versuchen, aus dem Trend Kapital zu schlagen, indem sie ihre Kultur übertrieben anpreisen.

Verstehen Sie uns nicht falsch: Es ist toll, wenn es wahr ist, aber wenn sie zu dick auftragen, könnte etwas nicht stimmen.

Wie man es erkennt: Stellen Sie spezifische Fragen zur Work-Life-Balance, zur Mitarbeiterfluktuation und zu Teambuilding-Aktivitäten. Wenn ihre Antworten einstudiert klingen oder zu gut sind, um wahr zu sein, sind sie es wahrscheinlich auch.

Pro-Tipp: Möchten Sie herausfinden, welche anderen Hinweise Ihr Interviewer für Täuschungen verwenden könnte? Erfahren Sie alles darüber in unserer Ressource hier:

Kultur-Check: Fragen Sie nach aktuellen Team-Events oder wie sie den letzten großen Erfolg des Unternehmens gefeiert haben. Wenn sie Schwierigkeiten haben, Beispiele zu nennen, ist diese „Familie“ vielleicht nicht so eng verbunden, wie sie behaupten.

Das Zukunfts-Märchen

Haben Sie schon einmal den Klassiker gehört: „Jede Menge Raum für Wachstum“? Das ist ein Publikumsliebling, aber manchmal ist es mehr heiße Luft als echte Chance. Wenn Sie nach Karrierepfaden oder Beförderungszeitplänen fragen, achten Sie auf den alten Hokuspokus von „individueller Leistung“ und „sobald sich Gelegenheiten ergeben“.

Wie man es erkennt: Fragen Sie nach Einzelheiten. „Können Sie mir von den letzten drei Personen erzählen, die in dieser Abteilung befördert wurden?“ oder „Wie lange dauert es im Durchschnitt, bis ein Berufseinsteiger eine Führungsposition erreicht?“ Konkrete Antworten deuten auf echte Chancen hin, während vage Antworten auf einen Mangel an tatsächlichen Entwicklungspfaden hindeuten könnten.

Klarheit über den Karriereweg: Fragen Sie nach Programmen zur beruflichen Weiterentwicklung, Mentoring-Möglichkeiten oder spezifischen Fähigkeiten, die Sie für einen Aufstieg benötigen würden. Wenn man Ihnen kein klares Bild vermitteln kann, fehlen dieser Karriereleiter vielleicht ein paar Sprossen.

Vertrauen Sie Ihren Ohren bei stimmlichen Hinweisen

Fragen Sie sich, wie Sie erkennen können, ob ein Interviewer lügt? Achten Sie auf seine Stimme – sie verrät viel. Untersuchungen zeigen, dass Lügner oft die Tonhöhe verändern (höher, wenn sie nervös sind) oder mit Füllwörtern („ähm“, „wissen Sie“) zu viel erklären. Achten Sie beim nächsten Interview auf plötzliche stimmliche Sprünge, wenn Sie nach Gehalt oder Arbeitsbelastung fragen – etwa ein Quietschen bei „Oh, das ist sehr gut machbar!“. Oder achten Sie auf übermäßige Absicherungen: „Wir sind, äh, ziemlich flexibel, würde ich sagen.“ Kombinieren Sie dies mit der Körpersprache für ein schärferes Lügen-Radar.

7 Tipps, was zu tun ist, wenn ein Interviewer Sie anlügt

Alles klar, Sie haben Ihren Interviewer bei einer Flunkerei erwischt. Was nun?

Hier sind einige bessere Wege, damit umzugehen.

  1. Cool bleiben: Beschuldigen Sie ihn nicht direkt des Lügens. Bewahren Sie die Fassung, atmen Sie tief durch und konzentrieren Sie sich darauf, professionell zu bleiben. Bedenken Sie, dass es sich um ein Missverständnis oder einen legitimen Grund für die Diskrepanz handeln könnte. Beispiel:
    • Interviewer: „Unser Unternehmen verlangt nie Überstunden.“
    • Sie (denken): „Aber die Glassdoor-Bewertungen erwähnen häufige unbezahlte Überstunden.“
    • Ihre Antwort: Ruhig bleiben „Das ist interessant zu hören. Könnten Sie mir mehr darüber erzählen, wie das Unternehmen die Arbeitsbelastung verwaltet und die Work-Life-Balance sicherstellt?“
  2. Um Klärung bitten: Wenn Sie Unstimmigkeiten bemerken, bitten Sie auf eine nicht konfrontative Weise um Klärung. Formulieren Sie Ihre Frage eher als Bitte um weitere Informationen denn als Anschuldigung. Dieser Ansatz gibt dem Interviewer die Chance, falsche Angaben zu erklären oder zu korrigieren, während Sie gleichzeitig Ihre Aufmerksamkeit und Ihr kritisches Denkvermögen unter Beweis stellen. Beispiel:
    • Interviewer: „Wir bieten unbegrenzten bezahlten Urlaub an.“
    • Später im Gespräch: „Mitarbeiter erhalten zwei Wochen Urlaub pro Jahr.“
    • Ihre Antwort: „Ich würde die Urlaubsregelung gerne besser verstehen. Vorhin erwähnten Sie unbegrenzten Urlaub, aber gerade sprachen Sie von zwei Wochen. Könnten Sie mir helfen, diese beiden Aussagen in Einklang zu bringen?“
  3. Verifizierung suchen: Die Bitte, mit aktuellen Mitarbeitern oder Teammitgliedern zu sprechen, ist eine großartige Möglichkeit, zusätzliche Perspektiven auf das Unternehmen und die Rolle zu erhalten. Dies kann Ihnen helfen, Informationen zu verifizieren und ein abgerundeteres Bild der Arbeitsplatzkultur zu gewinnen. Formulieren Sie dies als Wunsch, mehr über die Teamdynamik und die täglichen Erfahrungen zu erfahren. Beispiel:
    • Sie: „Ich bin wirklich daran interessiert, mehr über die Teamdynamik zu erfahren. Wäre es möglich, mit einem aktuellen Teammitglied zu sprechen oder vielleicht an einer Teambesprechung teilzunehmen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Gruppe zusammenarbeitet?“
  4. Alles dokumentieren: Machen Sie sich während und nach dem Vorstellungsgespräch detaillierte Notizen. Schreiben Sie spezifische Behauptungen, Versprechen oder Beschreibungen der Rolle und des Unternehmens auf. Notieren Sie Datum, Uhrzeit und den Namen des Interviewers. Diese Dokumentation kann wertvoll sein, wenn Sie später Unstimmigkeiten nachgehen müssen oder wenn Sie mehrere Jobangebote vergleichen. Beispiel:
    • In Ihren Notizen: „15. März 2025 – Interview mit Sarah Johnson (HR Manager)
  • Behauptete 20 % jährliches Wachstum in den letzten 3 Jahren
  • Erwähnte flexible Arbeitszeiten, sagte aber später, die Kernarbeitszeit sei 9-17 Uhr
  • Versprach vierteljährliche Boni basierend auf der Leistung“
  1. Vertrauen Sie Ihrem Instinkt: Ihre Intuition basiert oft auf der unterbewussten Verarbeitung verbaler und nonverbaler Hinweise. Wenn sich etwas nicht richtig anfühlt, achten Sie auf dieses Gefühl. Achten Sie auf Anzeichen von Unbehagen oder Ausweichmanövern in der Körpersprache oder im Tonfall des Interviewers. Gleichen Sie dies jedoch mit objektiven Beweisen ab, um voreilige Schlüsse zu vermeiden, die nur auf dem Bauchgefühl basieren. Beispiel:
    • Interviewer: Vermeidet Augenkontakt und zappelt herum „Unsere Fluktuationsrate ist… ähm… sehr niedrig. Die Leute arbeiten gerne hier.“
    • Ihr innerer Dialog: „Die Körpersprache und das Zögern deuten darauf hin, dass das Thema unangenehm sein könnte. Ich sollte das genauer untersuchen, falls ich diese Gelegenheit weiter verfolge.“
  2. Betrachten Sie das Gesamtbild: Handelt es sich um eine kleine Unstimmigkeit oder um ein massives Warnsignal? Bewerten Sie den Gesamteindruck, den Sie vom Gespräch und vom Unternehmen gewinnen, und wägen Sie potenzielle Unaufrichtigkeit gegen andere Aspekte der Jobmöglichkeit ab. Berücksichtigen Sie Faktoren wie Karrierewachstum, Unternehmenskultur, Vergütung und die Übereinstimmung mit Ihren persönlichen Zielen. Beispiel:
    • Reflexion nach dem Gespräch: „Der Interviewer schien die Marktposition des Unternehmens zu übertreiben, aber die Rolle selbst passt perfekt zu meinen Karrierezielen. Das Team wirkte authentisch und leidenschaftlich. Ich muss die tatsächliche Marktstellung des Unternehmens recherchieren, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.“
  3. Seien Sie bereit, das Angebot abzulehnen: Denken Sie daran, dass Sie im Bewerbungsprozess selbstbestimmt handeln. Wenn Sie auf erhebliche Unaufrichtigkeit stoßen oder das Gefühl haben, dass die Werte des Unternehmens nicht mit Ihren übereinstimmen, ist es völlig in Ordnung, Ihre Bewerbung zurückzuziehen. Bereiten Sie eine höfliche und professionelle Art vor, eine weitere Berücksichtigung gegebenenfalls abzulehnen. Beispiel:
    • E-Mail an den Personalverantwortlichen: „Vielen Dank, dass Sie mich für die Position [Position] bei [Unternehmen] in Betracht gezogen haben. Nach sorgfältiger Überlegung und Reflexion unserer Gespräche habe ich mich entschieden, meine Bewerbung zum jetzigen Zeitpunkt zurückzuziehen. Ich schätze die Gelegenheit, Ihr Unternehmen kennenzulernen, und wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Suche nach dem passenden Kandidaten.“
People School 10,000+ students

After People School, Debbie got a $100K raise. Bella landed a role created just for her.

The science-backed training that turns people skills into career results. 12 modules. Live coaching. A community of high-performers.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) dazu, wie man erkennt, ob ein Interviewer lügt

Warum lügen Interviewer?

Interviewer können Informationen aufgrund von Druck bei der Stellenbesetzung, begrenztem Wissen, zum Schutz des Unternehmensimages oder zur Vermeidung schwieriger Gespräche falsch darstellen. Obwohl die meisten nach Ehrlichkeit streben, können diese Faktoren zu unbeabsichtigten Fehldarstellungen oder Auslassungen führen. Das Verständnis dieser Motivationen hilft Kandidaten, den Interviewprozess effektiver zu gestalten.

Wie erkenne ich, ob ein Interviewer lügt?

Erkennen Sie potenzielle Unaufrichtigkeit an vagen Antworten, inkonsistenter Körpersprache, Widerwillen gegen Details, übertriebenem Anpreisen von Möglichkeiten, Vermeiden von Gehaltsdiskussionen und widersprüchlichen Informationen über verschiedene Gespräche hinweg. Obwohl diese Anzeichen nicht immer auf eine Lüge hindeuten, rechtfertigen sie weitere Nachforschungen. Stellen Sie Folgefragen und bitten Sie um Klärung, um sicherzustellen, dass Sie genaue Informationen über die Stelle und das Unternehmen haben.

Sind alle Interviewer Lügner?

Absolut nicht! Die meisten sind ehrliche Profis, die versuchen, die beste Besetzung für ihr Team zu finden. Aber wie in jedem Bereich gibt es immer ein paar schwarze Schafe.

Was ist, wenn ich eine Lüge anspreche und falsch liege?

Deshalb empfehlen wir, um Klärung zu bitten, anstatt Anschuldigungen zu erheben. Das gibt dem Interviewer die Chance, sich zu erklären, und erspart Ihnen eine peinliche Situation, falls Sie etwas missverstanden haben.

Kann ich einen Interviewer wegen Lügens melden?

Wenn Sie eindeutige Beweise für eine vorsätzliche Täuschung haben, könnten Sie in Erwägung ziehen, dies der Personalabteilung des Unternehmens zu melden. Gehen Sie jedoch vorsichtig vor – dies könnte Ihre zukünftigen Chancen bei diesem Unternehmen beeinträchtigen.

Wie kann ich mich vor Lügen von Interviewern schützen?

Recherchieren Sie! Prüfen Sie Unternehmensbewertungen auf Seiten wie Glassdoor, vernetzen Sie sich mit aktuellen oder ehemaligen Mitarbeitern und lassen Sie sich wichtige Details immer schriftlich geben.

Die lügenfreie Zusammenfassung

Alles klar, liebe Jobsuchende, lassen Sie uns unser Lügen-Detektor-Toolkit zusammenfassen:

  1. Achten Sie auf E-Mail-Ausflüchte und vage Antworten. Achten Sie auf Muster indirekter Antworten oder das Vermeiden spezifischer Fragen in der E-Mail-Kommunikation.

  2. Achten Sie auf verbale Hinweise in Telefoninterviews. Seien Sie wachsam bei Änderungen im Tonfall, Pausen oder Themenwechseln, wenn wichtige Details besprochen werden.

  3. Achten Sie auf Widersprüche in der Körpersprache bei persönlichen Gesprächen. Suchen Sie nach Diskrepanzen zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation während des Gesprächs von Angesicht zu Angesicht.

  4. Seien Sie vorsichtig bei allzu vagen Jobbeschreibungen. Bestehen Sie auf spezifische Details zur Rolle, zur Teamstruktur und zum Zeitplan für die Einstellung.

  5. Bleiben Sie bei Gehaltsdiskussionen wachsam. Seien Sie direkt in Bezug auf Ihre Vergütungserwartungen und achten Sie auf Ausflüchte oder Ablenkungsmanöver.

  6. Hinterfragen Sie übertriebene Behauptungen zur Unternehmenskultur. Gehen Sie Behauptungen zur Unternehmenskultur mit spezifischen Fragen zu Work-Life-Balance, Fluktuation und Teamaktivitäten auf den Grund.

  7. Haken Sie bei Versprechen über zukünftiges Wachstum genauer nach. Fordern Sie konkrete Beispiele für die Karriereentwicklung innerhalb des Unternehmens und spezifische Zeitpläne für den Aufstieg an.

Der rote Faden? Vertrauen Sie Ihrem Instinkt, stellen Sie kluge Fragen und scheuen Sie sich nicht, tiefer zu graben, wenn Ihnen etwas komisch vorkommt.

Behalten Sie diese Tipps im Hinterkopf, und Sie sind bei Ihrer Jobsuche bereits einen Schritt voraus! Möchten Sie diese Suche noch weiter beschleunigen? Schauen Sie sich unseren ausführlichen Leitfaden an, wie Sie den Job bekommen, den Sie wirklich wollen – vom Lebenslauf bis zum Vorstellungsgespräch!

Quellen

Footnotes (1)
  1. glassdoor.com

Diesen Artikel teilen

Das könnte dir auch gefallen