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Emotionskarten: Wie sich Emotionen im Körper verändern

Science of People 2 min
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Emotionen sind untrennbar mit dem Körper verbunden! Wenn wir Wut empfinden, verändern sich bestimmte Teile unseres Körpers physisch. Das Gleiche gilt für Glück, Angst oder Traurigkeit. Erfahren Sie mehr!

Stellen Sie sich vor, Sie fahren auf der Autobahn. Sie sind spät dran und fahren daher ein paar Meilen über dem Tempolimit. Ein Idiot in einem blauen Kleinwagen schert mit 40 Meilen pro Stunde direkt vor Ihnen ein, ohne zu blinken.

Können Sie spüren, wie der Zorn in Ihrer Brust aufsteigt? Das Brennen der Irritation in Ihrer Kehle?

Ein paar erstaunliche Fakten über diese Studie:

  • Sie haben herausgefunden, dass diese körperlichen Emotionskarten kulturübergreifend gleich sind. Mit anderen Worten: Wir empfinden Angst genauso wie jemand in Ostasien oder Westeuropa. Hier ist der akademische Jargon:

Diese Karten stimmten in westeuropäischen und ostasiatischen Stichproben überein. Statistische Klassifikatoren unterschieden emotionsspezifische Aktivierungskarten präzise und bestätigten die Unabhängigkeit der Topographien über verschiedene Emotionen hinweg. Wir schlagen vor, dass Emotionen im somatosensorischen System als kulturell universelle, kategoriale somatotope Karten repräsentiert werden.

  • Die meisten Basisemotionen zeigten eine erhöhte Aktivität im oberen Brustbereich. Die Forscher vermuten, dass dies mit Veränderungen der Atmung und der Herzfrequenz korrespondiert.
  • Alle Emotionen erzeugten Empfindungen im Kopf. Dies spiegelt wider, dass die meisten Emotionen sowohl Gesichtsausdrücke als auch mentale Reflexion hervorrufen.
  • Bei den Emotionen, die typischerweise eine aktive Reaktion hervorrufen, zeigten sich Empfindungen in den oberen Gliedmaßen – so als ob der Körper sich darauf vorbereiten würde, zu handeln.
  • Gedrückte Emotionen wie Traurigkeit und Depression zeigten eine Abnahme der Aktivität in den Gliedmaßen. Ich glaube, es ist kein Zufall, dass Menschen, die traurig und deprimiert sind, einen Mangel an Motivation haben, etwas zu tun – die verringerte Aktivität in den Gliedmaßen spiegelt dies wider.
  • Glück war eine der wenigen Emotionen, die im gesamten Körper gespürt wurden … einer der Gründe, warum Glück so berauschend ist: Es bringt buchstäblich unseren ganzen Körper zum Leuchten.

Auswirkungen:

Die Auswirkungen dieser Studie sind enorm.

  • Dies könnte Therapeuten helfen, die Emotionen von Patienten besser zu verstehen.
  • Dies könnte Ärzten helfen, Verletzungen und Medikation besser zu verstehen.
  • Dies könnte Lügendetektoren dabei helfen, wahre und falsche Emotionen zu erkennen.

Was glauben Sie, wie diese Studie die Art und Weise verändern könnte, wie wir Emotionen betrachten?

Zitierweise:

“Bodily maps of emotions.” Lauri Nummenmaaa, Enrico Glereana, Riitta Harib, und Jari K. Hietanend. Department of Biomedical Engineering and Computational Science and Brain Research Unit, O. V. Lounasmaa Laboratory, School of Science, Aalto University, FI-00076, Espoo, Finnland; Turku PET Centre, University of Turku, FI-20521, Turku, Finnland; und Human Information Processing Laboratory, School of Social Sciences and Humanities, University of Tampere, FI-33014, Tampere, Finnland

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